Wie die Vision von der Smart City mit Milestone Video und IBM AI zur Realität wurde

Intelligente Lösungen belegen, dass Technologie unverzichtbar ist, um die Sicherheit der Bewohner in Städten zu gewährleisten. In Städten wie Kopenhagen, Stockholm und Denver steigern integrierte Systeme die Lebensqualität durch weniger Kriminalität und sicherere Personenbeförderung. In Polen verfügt Kattowitz über eines der am weitesten entwickelten und flexibelsten Systeme. In dieser Hauptstadt sorgt die Video-Managementplattform von Milestone für zentrale Überwachung, verbesserte Sicherheit und die Koordinierung der Services.
Kunde
Kattowitzer Rathaus, Abteilungen für IT- und Krisenmanagement
Standort
Verwaltungsbezirk in Schlesien, Polen
Kamerazähler
Über 300 Kameras verschiedener Hersteller
Milestone Software

XProtect™ Corporate-Videoverwaltungssystem (VMS)

Integration
IBM IOC und Videoanalysen, Lautsprecher, Nummernschilderkennung (LPR)
Partner
IBM, KISMiA-Projektteam
Aufgabe: Unterstützung bei Scale-out und Implementierung von KI
Die ersten Videokameras wurden in Kattowitz 2001 installiert. Damals investierte die Stadt in 16 analoge Geräte, die im Stadtzentrum installiert wurden und Bilder an das städtische Polizeipräsidium übermittelten. Dies war der erste Schritt zum Aufbau eines Videoüberwachungssystems zum Schutz gegen gefährliche Ereignisse. Die Vision entwickelte sich dank neuer Investitionen zur Smart City und wurde zum KISMiA-Projekt: Intelligentes Überwachungs- und Analysesystem Kattowitz. Bis 2021 waren bereits etwa 300 Kameras auf einer Fläche von mehr als 160 km² in der Stadt installiert. Kattowitz entschied sich für eine Videoplattform mit offenem Design, um das Netzwerk allmählich erweitern zu können.
Der Einbau weiterer Kameras hat uns dazu veranlasst, darüber nachzudenken, wie wir mit künstlicher Intelligenz effektiver arbeiten können. Die Überwachungszentrale wurde 2017 eingerichtet und ist für Orte im Stadtzentrum und in anderen Bezirken sowie 16 Bereiche für familiäre Freizeitaktivitäten zuständig. Darüber hinaus wurden 10 Überwachungspunkte für den Straßenverkehr eingerichtet. Das System kann auf mehr als 1.000 Kameras erweitert werden.
Mirosław Cygan, Leiter der Abteilung für Krisenbewältigung des Rathauses und KISMiA-Projektkoordinator
Als das KISMiA-Projekt entstand, installierte man ein Glasfasernetz, das alle städtischen Zentren und viele Orte innerhalb der Stadt miteinander verbindet. Damit sollte die Effektivität des Überwachungspersonals gesteigert und die städtischen Dienste besser koordinierbar werden. Das integrierten System ermöglichte eine eindeutigere Orientierung bei Vorfällen und verbesserte die Zusammenarbeit der Sicherheitskräfte. Das System wurde 2017 vollständig implementiert und kann jetzt zur Überwachung neuer Bereiche erweitert werden, wie zum Beispiel Park-and-Ride-Übertragungssysteme.
KISMiA ist einzigartig in Polen, da das System mit Blick auf die Zukunft entwickelt wurde. Beim Aufbau des Glasfasernetzes mit flexiblen Überwachungspunkten und einem vereinheitlichten Rechenzentrum wollte man ein Spitzensystem erschaffen. Kattowitz hat einen Projektingenieur, der technologisch zertifiziert ist und von Milestone Systems unterstützt wird. Das erleichtert die strategische Entwicklung für die kommenden Jahre im Rahmen dieses städtischen Projekts.
Marcin Palka, IT-Abteilung und Krisenmanagement
Lösung: ein Datenzentrum für das 21. Jahrhundert
Die Implementierung dieses Systems wurde dank mehrerer Komponenten möglich. Intelligent Operations Center von IBM wurde als Softwaremodul zur betrieblichen Unterstützung und IBM Intelligent Video Analytics als Modul zur Analyse der aufgezeichneten Bilder eingesetzt. Zum Registrieren, Speichern und Teilen des Videomaterials und zur reibungslosen Steuerung der Kameras wird die Milestone XProtect-Corporate-Videomanagementplattform verwendet.

Das System ist für die unterschiedlichen Bedrohungssituationen eingerichtet und warnt einen Anwender sofort. Damit verkürzt sich die Reaktionszeit und es wird ein schnelleres Eingreifen oder umgehende Lautsprecheransagen am Ort des Geschehens ermöglicht. Erfasst wird unter anderem:
  • Liegende Personen
  • Zurückgelassene Gegenstände
  • Tiere in Bereichen für Familienaktivitäten (Spielplätze, Parks, Grillplätze usw.)
  • Menschenansammlungen auf öffentlichen Plätzen (kritisch während der Pandemie)
  • Autounfälle
  • Parken auf verbotenen Plätzen
  • Fahren gegen die Verkehrsrichtung
  • Schäden durch Wind oder Überschwemmung
Ergebnis: Gefahrenkontrolle in Parks oder auf Straßen
Bedrohliche Situationen werden entdeckt und die Anwender können entscheiden, wie auf den Vorfall zu reagieren ist. Beispielsweise könnte in der Dämmerung ein verdächtiges Objekt oder eine Bewegung in einem Park festgestellt werden. Sollte es sich dabei um ein Wildschwein handeln, wäre eine andere Reaktion erforderlich, als wenn sich dort nach Einbruch der Dämmerung Personen aufhalten würden. Orte dieser Art werden mit Lautsprechern ausgestattet, die sich als nützlich erweisen, wenn dort die Gefahr von Vandalismus besteht. Die Stimme des Anwenders schreckt Täter ab, sodass häufig kein weiteres Eingreifen erforderlich ist.

Das System unterstützt darüber hinaus auch die Verkehrsregelung in der Stadt. LPR-Gateways (License Plate Recognition, Nummernschilderkennung) zeigen den Verkehrsfluss an und helfen dabei, unberechenbare oder gestohlene Fahrzeuge zu entdecken. Außerdem kann der Anwender die zuständigen Dienste informieren, in welche Richtung sich das unberechenbare Fahrzeug bewegt.
Kattowitz ist eine Stadt innovativer Lösungen und neuer Technologien. In immer mehr Bereichen werden wir zur Smart City. Wir waren die ersten in Polen, die ein intelligentes Videoüberwachungssystem in diesem Ausmaß entwickelt haben. Die modernen Lösungen von Milestone XProtect Corporate tragen zweifellos dazu bei, das Sicherheitsniveau in Kattowitz zu verbessern.
Marcin Krupa, Bürgermeister von Kattowitz
Über die Kriminalität in Kattowitz
Die Wirksamkeit des KISMiA-Systems zeigt sich insgesamt an der Aufdeckungsrate von Straftaten in dieser Stadt mit 300.000 Einwohnern (5.300.000 Einwohner im Großraum). Die Daten der Polizei von Kattowitz zeigen, dass die absolute Zahl der Straftaten seit 2017 rückläufig ist.
  • Die Zahl der Kraftfahrzeugdiebstähle nahm von 337 Fällen 2016 auf 79 Fälle 2020 ab. Dieser Trend wurde auch durch den Anstieg der Aufdeckungsrate von Straftaten in diese Kategorie von 16,4 % auf 76 % unterstützt.
  • 2020 erreichte die Aufdeckungsrate von Straftaten insgesamt 67,4 %, wobei die Städtische Polizei fast 2.500 Videoüberwachungsaufzeichnungen verwendete.
Videoüberwachung wird weithin eingesetzt und ihre präventive Funktion im öffentlichen Raum ist von unschätzbarem Wert. Die hochgradige Effizienz des Systems hat eine kontinuierliche Entwicklung und Erweiterungen ermöglicht. Die Bürger der Hauptstadt dieses schlesischen Verwaltungsbezirks fordern mittlerweile Überwachung. Zahlreiche soziale Aktivisten reichen im Rathaus Anträge auf noch mehr Kameras ein. Dies unterstreicht die Tatsache, dass das System den Einwohnern bereits heute die Möglichkeit bietet, in einer Smart City der Zukunft zu leben.

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